Big Data und CRM

 

Im Kundenmanagement fallen massenweise unterschiedliche Informationen an. Durch große digitale Datenmengen und neuartige Softwaresysteme ergibt sich bei ihrer Auswertung jedoch eine Vielzahl neuer Möglichkeiten. Besonders für Marketingkampagnen und Kundenservicestrategien liefert Big Data eine Grundlage für eine strukturierte Datenanalyse.

Was ist Big Data?

Während Unternehmen in früheren Zeiten überwiegend mit strukturierten Daten gearbeitet haben, fallen heutzutage durch den Digitalisierungsschub oftmals Berge an ungeordneten Informationsschnipseln an. Daten, die in großen Mengen, hoher Vielfalt sowie mit einer rasanten Geschwindigkeit auftreten, lassen sich unter dem Begriff Big Data zusammenfassen. Ihre Auswertung erfolgt mithilfe von Algorithmen in neuen, leistungsstarken IT-Systemen und Software-Lösungen. Allerdings bieten diese Informationen erst durch die Kombination mit geeigneten Fragestellungen einen wirklichen Nutzen für den User.

 

Welche Funktion hat Big Data?

Neue Verarbeitungssoftware erfasst die unterschiedlichen Daten nicht nur, sie führt sie ebenso zur weiteren Aufbereitung zusammen und formatiert die Informationen im Anschluss. Somit nimmt Big Data eine Form an, die sich letztlich für konkrete geschäftliche Analysen verwenden lässt. Große Datenmengen erfordern jedoch auch eine hohe Speicherkapazität, die durch eine Cloud, einen Server oder eine Kombination aus beidem gewährleistet wird. Letztlich bietet die weitere Analyse neue Erkenntnisse für geschäftliche Prozesse und dient somit als Grundlage für künftige Maßnahmen und Entscheidungen. In Verbindung mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen lässt sich Big Data auch in ganze Datenmodelle weiteraufbereiten.

Wie hoch ist der Nutzen im Kundenmanagement?

Insbesondere im CRM-Bereich von Unternehmen ruft Big Data durch die gegenwärtigen Möglichkeiten der Informationsauswertung umfangreichende Veränderungen hervor. So nutzen Unternehmen den digitalen Fußabdruck ihrer Kunden, den diese unweigerlich bei der Nutzung von Webdiensten hinterlassen, zunehmend für weiterführende Analysen. Ob E-Mails, Service-Protokolle oder auch externe Angaben aus Marktanalysen und sozialen Medien – Unternehmen besitzen die Möglichkeit, für ihre Analysen aus einem großen Informationspool zu schöpfen. Klassische CRM-Daten, kombiniert mit den digitalen Nutzerdaten, bereiten dem Konzept des Big Data im Rahmen des Kundenbeziehungsmanagements einen geeigneten Nährboden. Verschiedene Analysemethoden oder Verbrauchsprognosen geben Aufschluss über unterschiedliche Fragen, aus denen sich schließlich neue Handlungsanleitungen ableiten lassen.

 

Welche Anwendungsmöglichkeiten existieren mit Big Data und CRM?

Mithilfe von Big Data können Unternehmen in Echtzeit ermitteln, welche Produkte ihre Kunden bevorzugen und was sie als nächstes kaufen wollen. Die Ergebnisse aus der Datenanalyse dienen beispielsweise als Hilfsmittel, um die Kundennachfrage vorherzusagen. Durch anfallende Informationen aus sozialen Medien, Websiteaufrufen, Anrufprotokollen oder Ähnlichem ergeben sich Aufschluss über das Kundenerlebnis und darüber hinaus Chancen zur Optimierung. Noch größere Auswirkungen erzielt Big Data in Bezug auf die betriebliche Effizienz. Analysen und Auswertungen der Produktionsdaten oder Informationen rund um das Kundenfeedback erlauben im nächsten Schritt eine bessere Entscheidungsfindung sowie Anpassung an die derzeitige Marktnachfrage. Auch die Möglichkeit zur Optimierung von Finanz- und Planungsentscheidungen lässt sich auf Big Data zurückführen. Besonders für die zukünftige strategische Planung weist das in massiven Datenmengen enthaltene Wissen demnach großes Potenzial für Unternehmen auf.