Corona fordert Wandel: Wirtschaftsförderung im Umbruch

 

Zahlreiche Unternehmen und Selbstständige stürzten durch die Corona-Pandemie in eine ökonomische Krise. Wirtschaftsförderern kam deshalb mit dem Schnüren von Hilfspaketen und der Unterstützung zur Transformation eine große gesellschaftliche Rolle zu. Doch auch an der Wirtschaftsförderung ging Corona nicht spurlos vorbei. Inwiefern hat sich die Branche in der Krisenzeit verändert und wie nachhaltig ist diese Entwicklung?

Wirtschaftsförderung gibt Wasserstandsmeldung

Professor Dr. Jürgen Stember beschäftigte sich bereits letztes Jahr mit der Lage der Wirtschaftsförderung in der Corona-Pandemie: Seine Studie ergab, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen in der Krisensituation vor allem Soloselbstständige und kleine Betriebe treffen, besonders stark in den zentralen Branchen der Gastronomie, des Verkehrs, der Kultur sowie des Veranstaltungs- und Event-Gewerbes. In einem Gespräch mit Dr. Winfried Felser erörtert der Verwaltungswissenschaftler außerdem die Gründe für die Anträge bei der Wirtschaftsförderung: 86 Prozent der Antragsteller klagten über geringere Nachfrage, bei 87 Prozent traten bereits Liquiditätsengpässe auf und fast drei Viertel der Unternehmen mussten sich schon mit einer drohenden Insolvenz beschäftigen.

 

Corona macht Wandel notwendig

Aufgrund der gesteigerten Nachfrage und der absoluten Dringlichkeit der Anträge stand natürlich auch die Branche Wirtschaftsförderung vor ganz neuen Herausforderungen. Deshalb habe sie, laut Stember, auf die umfassende Problemakkumulation am eigenen Standort reagieren müssen und vor allem die Bestandspflege und damit auch die Fördermittelberatung und Finanzierung der Unternehmen ausgeweitet, was sich deutlich in erhöhten Zahlen niederschlägt. Schwer messbar, aber auch nicht zu unterschätzen seien hingegen die ganz persönlichen Funktionen: Der Wirtschaftsförderer als Kümmerer und auch als Seelentröster nimmt in einer derart schwierigen Situation eine immer wichtigere Rolle ein.

Entwicklung überdauert Corona

Doch wie nachhaltig ist eine solche Entwicklung? Stember stellt die These auf, dass die Welt nach dem Ende der Pandemie auch für die Wirtschaftsförderungen nicht mehr dieselbe sein wird, wie sie es vor der Corona-Krise war. So wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen fungierte Corona auch in der Wirtschaftsförderung als Entwicklungskatalysator, strukturelle Wandlungsprozesse verzögen sich wie im Zeitraffer. Verändertes Denken und Handeln sei nicht so einfach wieder abzulegen und die durch den Digitalisierungsschub hervorgerufene veränderte Angebots- und Nachfragesituation sorge für eine anhaltende Entwicklung der Wirtschaftsförderung.

 

Wirtschaftsförderung bereit für 4.0

Veränderungen in der Wirtschaft haben auch zwangsläufig Auswirkungen auf die Wirtschaftsförderer. Corona trat als Antrieb für die Digitalisierung auf und zeichnet so verantwortlich für einen großen Schritt in die angestrebte Zukunft Wirtschaft 4.0 – auf diesem Weg muss die Wirtschaftsförderung folgen. Um den Wandel auch nach der Pandemie weiterhin erfolgreich und schnell fortzuführen, benötige es laut Professor Dr. Stember ein agiles und doch ganzheitlich strukturiertes Management, unterstützt durch intelligente Softwaresysteme. Zur Verwirklichung dieser Wirtschaftsförderung 4.0 ruft er zur Förderung der Wirtschaftsförderer auf.

 

Wirtschaftsförderung nach Corona

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